Leerstandmanagement gefragt
Jeder gewerbliche Leerstand mindert die Wohnqualität, die Attraktivität einer Straße, eines Stadtteils oder einer Ortschaft. Die „Bergdörfer“ müsste sich mit mehreren Leerständen auseinandersetzen; die negativen Auswirkungen des Leerstandes werden zu wenig gesehen.
„Da kann man nichts machen; das ist überall so“. Dies ist eine Antwort, aber die untauglichste und schlichtweg falsch. Die FDP präsentiert praxiserprobte und wirksame Konzepte gegen den Leerstand; dies aber mit dem Hinweis, dass Leerstandsmanagement nicht zum Nulltarif zu haben ist.
Leerstandbekämpfung setzt ein Zusammenspiel zwischen Eigentümern, Ansiedlungswilligen, örtlicher Politverantwortung und Wirtschaftsförderung voraus. Finanzielle Zuwendungen sind in Karlsruhe nicht zu erwarten. Die Stadt kann aber deutliche Ansiedlungshürden abbauen. Hier einige Beispiele:
Die Stadt kann auf deren Webseite leerstehende Immobilie mit Lagemerkmalen, Nutzflächen und weiteren Daten dokumentieren. Die Stadt kann ein Beratungspaket anbieten, dass Ansiedlungswilligen umständliche Behördengänge erspart und damit Genehmigungsverfahren zur Nutzungsänderung erleichtern. Die Stadt kann auf Gebühren für Werbeanlagen und für drei Jahre auf Sondernutzungsgebühren verzichten.
Diese erprobten Starthilfen der FDP gehen ins Leere, wenn die FDP im Ortschaftsrat nur einen Sitz, nur eine Stimme hat und wenig Gehör findet. Oder die im Ortschaftsrat Vertretenen ändern ihre Prioritäten und schließen sich den Ideen der FDP an.